Montag, 2. April 2007

Becks

BECKS wurde in Köln geboren. Auf Grund seiner Eltern und deren Erfahrungen mit der hektischen Großstadt verschlug es die Familie samt des kleinen Jungen auf das Land, in ein kleines Dörfchen nahe Königsdorf, in dem ihm das Erwachsenwerden mit viel Natur ermöglicht werden sollte. Dort sammelte er auch seine ersten musikalischen Einflüsse, jedoch nicht wie man verdenken mag im ortsansässigem Schützenverein, Nein, BECKS interessierte sich für die Pop Musik der frühen Achtziger, Ronnys Popshow und Formel 1 gehörten zum allwöchentlichem Pflichtprogramm in seiner Fernsehkindheit.

Nach einigen Verirrungen durch Songs wie "Brother Lui" oder "Blame It On The Rain" fand er schnell zur deutschsprachigen Musik, Lieder wie "Major Tom" von Peter Schilling oder "Rock me Amadeus" und "Jeannie 1&2" vom Pop-König Falco sollten seine Liebe zu deutschen Texten ein Leben lang prägen. Doch verfiel er in seiner Adoleszenzphase nicht der Schlagerparade wie man hätte befürchten können, sondern eine lokale Punkband erweckte sein Interesse an der Musik. Nach einer Weile kannte BECKS nahezu alle Texte von Bands wie den Abstürzenden Brieftauben, Slime, Wizo bis hin zu der Kölner Punk- Comedy- Anarcho Band Heiter bis Wolkig. Über diesen Umweg, stets beeinflusst von Gitarren und der deutschen Sprache gelangte er an die Deutsch- Crossover- Pioniere Such a Surge, deren Verbindung aus Metal und Rap Ihn bis heute noch nachhaltig geprägt hat.

1997 stieß BECKS dann eher zufällig auf einen Rap-Workshop in einem schulnahen Jugendzentrum, welcher von dem Tag an seine Karriere als Rapper ein Leben lang beeinflussen sollte. Zu dieser Zeit hing BECKS u.a. mit Pepe & Basti von TAUB, Undercover X, DAS LYRISCHE ICH und vielen weiteren Kollegen aus vergangenen Tagen bei dem gemeinsamen Freund und DJ DIRTY HARRY im Keller ab, übte sich in der Kunst des Freestyle und machte seine ersten Gehversuche als MC. Den in den folgenden Jahren aufkommendem Deutsch-Rap-Boom verfolgte BECKS stets aufmerksam und interessiert, jedoch immer mit einer gewissen Form des Abstandes belastet, kam er doch aus einer Zeit, in der die Fünf Sterne Deluxe noch Tobi & Bo hießen und die Massiven Töne mit ihrem "Kopfnicker"- Album eine ganze Generation von jungen Hip-Hoppern prägten.

2000 lernte BECKS den Producer FREEMAN kennen und beide merkten schnell, das da ein und dieselbe Liebe zur Musik besteht, welche dazu führte für das FMN-Homestudio, wie es damals noch so passend hiess, endlich auch mal, nebst Freestyles, ein paar Texte zu recorden. Von diesem Tag an gab es kein Weg mehr zurück und BECKS würde heute sagen, "Dies war nie das was zählt, aber irgendwie lieb´ Ich das".